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Die Gewinner im Interview

Die Gewinner – Maren Huneke (Platz 1), Nils Koopmann (Platz 2) und Frauke Bindhammer (Platz 3) – zu ihren Erfahrungen beim gemeinsamen Designprojekt von Modyf und der Deutschen Schuhfachschule

 

Erst einmal herzlichen Glückwunsch, euch Dreien, zum Gewinn beim Designwettbewerb.
Wie kamt ihr denn zur Deutsche Schuhfachschule? Was hat euch an dem Studium gereizt?
Frauke: Nachdem ich ein paar Jahre im Handwerk gearbeitet habe, wollte ich mich Beruflich weiterentwickeln. Da ich mich nicht komplett neu orientieren wollte, habe ich nach einer Ausbildung gesucht die auf meiner bisherigen Berufserfahrung aufbaut. Deshalb haben mich der praxisorientierte Lehrinhalt und die Studiendauer von 2 Jahren an der Deutschen Schuhfachschule besonders gereizt.
Nils: Der Job als Schuhfertiger bietet an sich leider keine großen Perspektiven und somit war mir klar, dass ich mich weiterbilden möchte. Arbeitskollegen haben mir dann die Schuhfachschule empfohlen, da sie dort selbst Schüler waren.
Maren: Mein Fokus lag schon immer darauf, Schuhe zu designen und technisch umzusetzen, daher war es für mich klar, nach meiner Ausbildung als Schuhfertigerin meinen Weg weiter fortzusetzen. Die DSF bietet die Möglichkeit nicht nur, wie an anderen Universitäten, theoretisch zu arbeiten, sondern auch praxisorientiert lernen zu können. Dies war mir sehr wichtig. Ich kenne keine andere deutsche Schule, die dieses Angebot auch bereithält. Daher nimmt man es auch in Kauf, in die „Metropole Pirmasens“ zu ziehen …

Ihr habt also alle vorher schon mit Schuhen zu tun gehabt?
Frauke: Ja, zuvor habe ich eine Ausbildung im Handwerk als Schuhmacherin gemacht und habe daraufhin noch 3 weitere Jahre in meinem Lehrbetrieb gearbeitet. Dabei war eine meiner Haupttätigkeiten das Anfertigen von Maßschuhen. 
Nils: Ich habe bei Lloyd shoes in Sulingen erfolgreich die Ausbildung zum Schuhfertiger abgeschlossen und anschließend drei Jahre als einziger männlicher Mitarbeiter – (grinst) also als Hahn im Korb – in der Musterstepperei gearbeitet. In der Zeit habe ich sehr viel gelernt und durfte dann schon sehr früh meiner Chefin bei der Ausbildung der Azubis unter die Arme greifen.
Maren: Nach meinem Abitur bin ich für ein Jahr in die Staaten als Au Pair gegangen um meine Englischkenntnisse zu perfektionieren. Danach habe ich eine Ausbildung als Schuhfertigerin bei der Firma Ara shoes absolviert.

Normalerweise kooperiert die DSF mit Markenhersteller oder Handelsketten für die Projektarbeiten. Hand aufs Herz: Was waren eure ersten Gedanken, als es hieß „Wir entwickeln jetzt einen Sicherheitsschuh“?
Nils
: Erst war ich enttäuscht, da ich Sicherheitsschuhe immer als uninteressant und langweilig empfand. Frauke: Mir kamen gleich Bilder von klobigen Arbeitssicherheitsschuhen in den Sinn. Das hat mich im ersten Moment abgeschreckt. Maren: Ganz ehrlich, ich war schockiert und meine Motivation hielt sich in Grenzen. Ich fragte mich, wie ich diese Aufgabe bewältigen soll und mich selber darin wiederfinden kann. Meine Stärken liegen normalerweise darin, moderne und hippe Kollektionen zu entwerfen und ich konnte mir nicht vorstellen, solche Attribute in diesem Projekt umzusetzen.  

Und dann? Wie hat sich diese erste Einschätzung im Projektverlauf entwickelt?
Maren: Nach dem Briefing seitens Modyf war ich positiv überrascht, dass es doch so viel Spielraum in der Gestaltung gab. Nun packte mich der Ehrgeiz! Ich dachte mir, warum kann man einen Sicherheitsschuh nicht auch trendbewusst und stylish gestalten? Somit habe ich mich mit verschiedenen modischen Linien in diesem Bereich beschäftigt und meine Entscheidung stand fest: mein Modyf-Schuh sollte den Puls der Zeit treffen. Besonders der „Lumberjack-Trend“ hat mich in der Kollektionsfindung positiv beeinflusst.
Frauke: Grade die Herausforderung, einen ansprechenden Arbeitssicherheitsschuh zu entwickeln entwickelte sich im Projektverlauf als besonders spannend.
Nils: Mir ging es genauso. Die Aufgabenstellung stellte sich als große Herausforderung und tatsächlich sehr interessant heraus.

Was waren für euch dann die größten Herausforderungen bei diesem Projekt?
Nils: Ich erkannte schnell, dass die Zehenschutzkappe die Optik des Designs stark beeinflusst. Deshalb war das „Verstecken“ der Kappe eine große Herausforderung, die schließlich meinen Ehrgeiz weckte. Ich wollte einen Sicherheitsschuh entwerfen der eben nicht wie ein typischer Sicherheitsschuh aussieht.
Maren: Zuerst musste ich meinen inneren Schweinehund überwinden. Ich konnte mich lange Zeit nicht mit dem Thema identifizieren. Schließlich entwickelte ich immer mehr Freude am Projekt. Dann bereitete mir die Umsetzung des neuen „Markengesichts“ Kopfzerbrechen. Nachdem diese Hürde auch überwunden war, fiel mir das Entwerfen der Modelle erstaunlicherweise sehr leicht.
Frauke: Auch für mich war das Entwickeln des Wiedererkennungswerts für Modyf eine große Herausforderung. Nach mehreren Ideen, die ich im Laufe des Projektes aber wieder verworfen habe, bin ich letztendlich zu meinem „Winkel“ gekommen.

Wie genau habt ihr die Aufgabenstellung, das Modyf-Logo zu integrieren denngelöst?
Frauke
: Ich habe einen rot abgesetzten Winkel entwickelt und in dessen Winkel das Modyf-Logo eingebaut.
Nils: Bei meinen Modellen findet sich das Logo im Schmutzrand wider. Hierfür habe ich in diesem einen Ausschnitt modelliert und das Modyf-Logo dort integriert.
Maren: Mir war es wichtig, dass die Marke Modyf klar erkannt wird, dies aber nicht zu aufdringlich wirkt und sich gekonnt in mein Design eingliedert. Das Logo ist daher auf die Seite des Schuhs geprägt. Darüber hinaus war mir wichtig, ein Element zu schaffen, welches auch auf bereits vorhandenen Schuhen umgesetzt werden kann. So konstruierte ich ein aufgesetztes Schnürteil.

Auf der Messe GDS in Düsseldorf wurden die Prototypen der entwickelten Schuhe ausgestellt. Da waren ja sehr unterschiedliche Modelle dabei. Wie war denn die Resonanz?
Maren
: Ich war sehr überrascht, wie interessiert dir Besucher an den Sicherheitsschuhen waren. Viele kamen und sagten, sie hätten nicht gedacht, dass Sicherheitsschuhe auch modern und ansprechend aussehen können.
Frauke: Die Resonanz war durchweg positiv. Viele Besucher haben die Schuhe gar nicht als Arbeitssicherheitsschuhe wahrgenommen. 
Nils: Ich konnte ehrlich gesagt sehr wenig Resonanz wahrnehmen, da ich selbst viel auf der Messe unterwegs war. Mir fiel nur auf, dass mein Stapel Visitenkarten, der bei meinen Schuhen lag, aufgebraucht war. Die beste Resonanz kam dann von Modyf selbst.

Was hat euch am meisten Spaß gemacht? Oder vielleicht gab es auch irgendetwas, das par tout nicht klappen wollte ..?
Nils
: Am meisten Spaß hatte ich bei der Fertigung der Schuhe.
Frauke: Nachdem die erste Grundidee stand, machte hat mir die Entwicklung bis zur Umsetzung sehr viel Spaß gemacht. Letztendlich den fertigen Schuh und damit das Ergebnis des Projektes in der Hand zu halten, hat mir aber besonders Freude bereitet. Die Ausarbeitung und vor allem die Definition des Winkels gingen mir nicht so leicht von der Hand. Ich hatte zwar die Idee, aber die Umsetzung stellte sich als schwierig heraus. Maren: Mir persönlich hat die Trendrecherche und die darauf folgende Kollektionszeichnung den meisten Spaß bereitet. Und natürlich am Ende den Prototypen und die fertige Dokumentation in Händen zu halten. Die Unterlegung des Markensymbols innerhalb meines Schnürteilelementes forderte einige Umsetzungsversuche bis das endgültige stimmige Bild entstand.

 

Vielen Dank für eure Antworten und für eure berufliche Zukunft alles Gute!

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